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Brauchen wir Führung?

Isabella Natter vom Designforum Vorarlberg hat mich überredet, bei der heutigen Pecha Kucha Night auch einen Vortrag zu machen. Ich habe mich für das Thema “Brauchen wir Führung?” entschieden.

Da ich (natürlich) wieder mal der Letzte war, der seine Präsentation an die Veranstalter geschickt hat (nämlich gestern Nacht), durfte ich den Reigen der 17 Pecha Kucha Präsentationen um 20:20 Uhr eröffnen.

Mit meinem Thema war ich ein ziemlicher Exot :-) Erst im Nachhinein habe ich festgestellt, dass alle anderen Vortragenden ausschließlich Architektur-, Design- und Kunstprojekte vorgestellt haben.

Dies war meine (wohl etwas unkonventionelle) Pecha Kucha Präsentation:

Warum habe ich dieses Thema gewählt?

  • Meine Überzeugung ist, dass wir versuchen sollten, mit “so wenig Führung wie möglich” auszukommen. Wir brauchen möglichst selbstorganisierte Teams, Unternehmen und Gesellschaften.
  • Trotzdem brauchen wir (gute, menschliche und wirksame) Führung.
  • In der Praxis erlebe ich zwar viele sehr gute Führungskräfte aber auch (viel zu) viele, auf die dieses Attribut nicht zutrifft.
  • Ein großes Dilemma ist, dass Führungskräfte in Krisenzeiten ihre Verhaltensweisen tendenziell weiter verstärken – sie agieren noch hektischer, erhöhen die Geschwindigkeit, glauben, noch härter durchgreifen zu müssen und intensivieren den Druck auf Mitarbeiter/innen, Partner etc. Genau das Falsche.

Am Ende meiner Präsentation hatte ich nur noch zwei Folien übrig, deshalb habe ich mich für folgende zwei Handlungsempfehlungen entschieden – aus meiner Sicht zwei Punkte mit zentraler Bedeutung:

  • Führungskräfte sollten die “Brille“, mit der sie die Welt betrachten, überprüfen. Gemeint sind die Haltungen und Glaubenssätze, die schlussendlich ihr Verhalten prägen.
  • Führungskräfte sollten vor allem in der Lage sein, ihr Verhalten und ihre Wirkung auf Andere kritisch zu reflektieren.

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