Zu Gast bei Hagen Management: Integrierte Managementsysteme 2.0

Regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit Kunden, Kollegen und Partnern ist uns wichtig. Um ab und zu gemeinsam über den Tellerrand hinaus zu blicken, wollen wir regelmäßig eine Plattform für interdisziplinären Austausch bieten. Aus diesem Grund haben wir das Format Zu Gast bei Hagen Management ins Leben gerufen. Zum Thema Integrierte Managementsysteme 2.0 folgten am 11.2.2015 ca. 30 interessierte Personen unserer Einladung. Den thematischen Rahmen für den Abend setzte Stefan Hagen mit einem kurzen Impulsvortrag. Relevante Aspekte waren u.a. die Digitalisierung, Komplexität, lernende Organisationen und Managementsysteme 2.0. Unsere Gäste Josef Summer und Samuel Neuhauser von Hirschmann Automotive gaben anschließend in einer offenen Diskussionsrunde einen Einblick in ihr Confluence Business-Wiki und JIRA Aufgabenmanagement. Das ausgeklügelte Setup und die pragmatische Herangehensweise an das integrierte Managementsystem 2.0 funktioniert für Hirschmann seit Jahren.    Dem Praxisvortrag folgte eine lebendige Diskussion. Diese wurde im Anschluss bei Speis und Trank weiter geführt. Wir gehen bereichert und motiviert aus dem Abend und freuen uns auf das nächste Zu Gast bei Hagen Management zum Thema Projektmanagement. Wir halten Sie auf unserer Gastgeberseite, per Post, Email, Blog, Twitter und Facebook gerne am Laufenden. Übrigens: Demnächst gibts zu der Veranstaltung integrierte Managementsysteme 2.0 einen Podcast mit Ausschnitten des Events auf unserem Blog zu hören. Und hier noch die Präsentation zum Thema: Bis zum nächsten Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Beste Grüße und ein schönes Wochenende,...

Resonanz in Innovations- und Veränderungsprozessen aufbauen und nutzen

Es gibt keine Patentrezepte für gelingende Veränderungsprozesse. Denn individuelles und organisationales Lernen kann nicht erzwungen und erst recht nicht befohlen werden. Hinzu kommt, dass Lernen und Entwicklung unter Druck nur schwer möglich ist. Genau das verlangen Führungskräfte aber oft von ihren Mitarbeitenden. Gelingende Veränderung braucht Zeit, gezielte Entschleunigung und vor allem klare und nachvollziehbare Schritte. In diesem Zusammenhang halte ich das Resonanzprinzip, wie es Prof. Dr. Peter Kruse in folgendem Video beschreibt, für eine der wichtigsten Ideen im Umgang mit Wandel und Veränderung: Kruse beschreibt zwei Grundwerte in Veränderungsprozessen, denen er maximale Bedeutung beimisst: Transparenz und Beteiligung (bei ca. 6:00 Min.). Genau diese beiden Werte kommen in vielen (den meisten?) Change Prozessen viel zu kurz. Ich gebe offen zu: Auch in unserer Beratungspraxis ist es immer wieder eine Herausforderung, die genannten Werte im Kundensystem zu etablieren. Gerade deswegen gilt für uns: Menschen und Organisationen müssen sich auf Veränderungen im Sinne der Resonanz „einschwingen“ können. Dies kann nur durch einen transparenten und partizipativen Prozess gelingen. Führung muss sich im Vorfeld einer Veränderung bewusst werden, welche Werte und Prinzipien für einen gelingenden Lernprozess entscheidend sind. Veränderung muss geführt werden – allerdings nicht in einem hierarchisch-mechanistischen Sinne, sondern im partizipativ-holistischen Sinne. Wenn es gelingt, die – wie Kruse es bezeichnet – Resonanzpunkte im System zu erkennen, kann Veränderung sogar mit verhältnismäßig wenig Aufwand gelingen. siehe hierzu auch: Grundgesetze ganzheitlicher Veränderung von Dr. Heinz Peter...

Change Café # 1: Organisationen im Wandel

Gemeinsam mit zwei geschätzten Kollegen, nämlich Stephan List und Mike Leber, habe ich vergangene Woche ein kleines Online-Experiment gestartet: Das Change Café. Die Grundidee ist eine einfache. Wir möchten in mehreren lockeren Gesprächen unsere Eindrücke, Gedanken und Überzeugungen zu Organisations- und Führungsthemen austauschen. Zudem ist geplant, sukzessive auch andere Diskussionsteilnehmer/innen zum Change Café einzuladen. Hier können Sie die erste Folge des Change Cafés „nachschauen“: Einige Kernthemen des ersten Change Cafés waren: Wie reagieren Menschen und Organisationen auf den verstärkten Veränderungs- und Anpassungsdruck von außen? Wie können wir in dynamischen Zeiten gesund bleiben? Wohin verändern sich Gesellschaft und Wirtschaft? Wie gehen wir mit der informationellen Vernetzung um? Wie werden Unternehmen „resiliente, lernende Organisationen“? Waren wir schon einmal weiter? Erleben wir die Renaissance des heroischen Managements? Was können wir tun, um nicht unter die Räder zu kommen? Wie können wir uns in kleineren sozialen Systemen wie z.B. in Kommunen organisieren? Vielen Dank an Stephan und Mike für das anregende Gespräch. In den nächsten Episoden werden wir einzelne Themen etwas gezielter heraus greifen. Ich bin schon sehr...

Hinschauen, verstehen, lernen.

Diese Woche fiel in einem Meeting folgender Ausspruch (sinngemäß): „Menschen haben in der Vergangenheit immer wieder geglaubt, dass sie in Zeiten radikaler Änderungen leben. Doch rückblickend betrachtet war es Evolution, keine Revolution.“ Dazu sage ich: Das mag sein. Aber nun stimmt es tatsächlich. Wir leben in einer Zeit des disruptiven Wandels. Die „Vernetzte Gesellschaft“ wird schon bald Realität sein, ob wir dies wollen oder nicht.  Clay Shirkey ist in diesem Zusammenhang einer der brilliantesten (Vor)Denker. Er zeigt in Publikationen, Vorträgen und Projekten immer wieder auf, welche Mechanismen und Entwicklungen die „moderne Gesellschaft“ in ihren Grundfesten erschüttert. In diesem ca. 6-minütigen Video geht er auf neue Arbeits- und Organisationsformen (wie share economy, social business, enterprise 2.0…) ein, welche die Art unseres Denkens und Wirtschaftens revolutionieren wird. It’s worth watching! Einige wichtige Aspekte des Interviews sind: Durch die informationelle Vernetzung haben Menschen die Möglichkeit, Informationen und Wissen fast ohne Grenzen zu teilen. Am Beispiel von 3D-Druckern bedeutet dies, dass nicht die Entwicklung der Hardware die eigentlich spannende Sache ist, sondern vielmehr das kollaborative Lösen von Problemen. Menschen sind heute in einer grundlegend anderen Art und Weise in der Lage, komplexe Probleme arbeitsteilig zu lösen. Klassische Organisationsmodelle und -strukturen werden hier teilweise obsolet. Gleichzeitig gibt es eine große Bandbreite, wie Menschen zusammen arbeiten. Stabile Organisationsstrukturen werden in vielen Bereichen bestehen bleiben, diese werden aber ergänzt durch hoch-dynamische und hoch-adaptive Wertschöpfungsnetzwerke. Ein Schlüsselsatz des Interviews lautet: „Abundance breaks more things than scarcity.“ (Fülle bewegt mehr Dinge als Knappheit.) Wirtschaftliche Prosperität wird über kurz oder lang wesentlich damit zusammen hängen, wie Menschen und Organisationen die Komplexität in der Welt nutzen können. Komplexität steht in diesem Zusammenhang für Vielfalt, Lebendigkeit und qualitatives Wachstum. Fazit: Wir sollten kritisch und differenziert hinschauen,...

Kulturwandel kann gelingen

kulturwandel.org ist eine inspirierende Plattform von Prof. Dr. Gerald Hüther und Sebastian Purps. Anhand konkreter Praxisbeispiele wird aufgezeigt, dass tiefgreifende Veränderungsprozesse in Organisationen möglich sind. Und natürlich auch, dass Kulturwandel in vielen Unternehmen dringend nötig erscheint. Ein besonders tolles Beispiel wurde kürzlich aus dem Tourismusbereich veröffentlicht, nämlich Upstalsboom. Das Video dauert zwar knapp 10 Minuten, aber es lohnt sich (sehr):  Wenn Bodo Janssen sagt „Ich habe eine Vision von glücklichen Menschen“ so hat mich dies sofort an den Vortrag von Jörg Schindler beim PM Camp 13 in Dornbirn erinnert: „Ein Unternehmer braucht ein Bild einer guten Gesellschaft.“ Denn wir sollten langsam erkennen, dass sozial verantwortliches Handeln, Mitarbeiterzufriedenheit und wirtschaftlicher Erfolg in der heutigen Zeit keine Widersprüche darstellen. Vielmehr bedingen sie sich...